Wespeninfo



Wespen sind nützlich

Die meisten Menschen haben eine Abneigung gegen Wespen und werden ohne zu zögern versuchen, diese zu töten. Fakt ist aber, dass die Wespe für Mensch und Natur unentbehrlich ist. Auf dieser Seite wird erklärt, warum wir Wespen vielmehr unter Kontrolle halten sollten, als sie zu töten.


Wespen sind Schädlingsbekämpfer

Wenn Wespenvölker jagen, töten sie jährlich Millionen Tonnen von Schädlingen: Fliegen, Mücken, Zecken, Läuse, Raupen usw. Ein durchschnittliches Wespennest tötet 4000 bis 5000 Kilo Insekten pro Saison. Im Schnitt befinden sich auf einem Quadratkilometer etwa 250 Wespennester. Wenn wir also im Frühjahr junge Königinnen fangen oder im Sommer massenhaft Wespen töten, entsteht ein erhebliches Risiko von ausgiebigen Insektenplagen. Diese Plagen können Menschen, Tiere oder Gewächse gefährden. Wespen halten die Mücken-, Zecken- und Bremsenpopulation in Schach. Somit bleiben z.B. die Fälle der Lyme-Krankheit beschränkt.


Wespen sind Bestäuber

Lange vor der Entstehung der Menschheit gab es bereits Wespen. Sie sind von unschätzbarem Wert für die Natur. Wespen sind wichtige Bestäuber von Pflanzen und Blumen. Dies wird immer wichtiger, da die Bienenpopulationen stark leiden. Junge Königinnen, die aus dem Winterschlaf erwacht sind, nähren sich von Pflanzennektar. Wenn später in der Saison die “süße Zeit” anbricht, dann bestäuben Wepen die spät blühenden Pflanzen wie z.B. Erdbeeren und Himbeeren.




Wespen sind gefährlich

Trotz ihres Nutzens können Wespen auch gefährich sein. Daher sollen wir uns auf verantwortugsvolle Weise vor Wespen schützen. Die unten genannten Daten stammen aus der Benelux.



Medizinische Hilfe

Jährlich suchen 100.000 bis 200.000 Personen, die von Wespen gestochen wurden, medizinische Hilfe bei Ärzten, Drogerien, Pflegekräften und Ersthelfern. Diese Personen werden mit Antihistaminika, Antibiotika, Steroiden, Entzündungshemmern und Schmerzmitteln behandelt. Vier von zehn Menschen zeigen in einem gewissen Ausmaß eine allergische Reaktion


Krankenhausaufnahmen

Jährlich werden fünfhundert Menschen nach einem Stich wegen Anafylaxie (Schock infolge einer allergischen Reaktion), Nierenversagen, Guilain-Barre-Syndrom, Erblindung, lebensbedrohlicher Infektionen oder Amputationen in Krankenhäuser aufgenommen. Weitere fünfhundert Opfer eines Wespenstichs landen wegen eines durch eine allergische Reaktion auf einen Wespenstich verursachten Herzinfarktes (Kounis-Syndrom) im Krankenhaus.


Todesfälle

Jedes Jahr sterben sechs Menschen an Anafylaxie oder Vergiftung. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr 500 Menschen an einem Herzinfarkt, der eigentlich durch einen Wespenstich verursacht wurde (Kounis-Syndrom), Da der Wespenstich bis zu 14 Tage zurückliegen kann, wird die Diagnose Herzinfarkt zu Unrecht erstellt. Diese Zahlen beziehen sich auf jahrelange britische Forschungen nach dem Kounis-Syndrom.




Nahrungsbeschaffung in Schwärmen

Einer der wichtigsten Aspekte ist die Bechaffung von Nahrung durch Wespen in Schwärmen. Findet eine Wespe mehr Nahrung vor als sie alleine mitnehmen kann, so fliegt sie zum Nest surück und holt andere Nestgenossen, um zusammen schnellstmöglich die gefundenen Stoffe zu sammeln. Dies bedeutet, dass wenn eine Wespe Nahrung gefunden hat und nicht an ihrer Rückkehr ins Nest gehindert wird, alsbald ein großer Wespenschwarm zurückfliegt, um die Nahrung abzuholen und zu verteidigen.



Denkart

Hat eine Wespe Nahrung gefunden, so wird sie automatisch darauf programmiert, zur Nahrungsquelle zurückzukehren, solange diese nicht erschöpft ist. Praktisch betrachtet bedeutet dies dass ein Wespenschwarm, der auf eine bestimmte Nahrungsquelle programmiert ist, andere Nahrungsquellen ignorieren wird, bis die besagte Quelle erschöpft oder nicht mehr vorhanden ist. In diesem Fall ignoriert er auch eventuelle Wespenfälle, ungeachtet deren Qualität. Eine wichtige Strategie ist der Ersatz dieser Schwarmnahrungsquelle durch die Aufstellung eines Waspbane-Wespenfängers, wobei dieser an genau derselben Stelle aufgestellt wird. Alle auf diese Nahrungsquelle programmierten Wespen werden von der Waspbane-Wespenfalle gefangen.



Überwältigende Nahrungsquelle

In bestimmten Fällen ist eine überwältigende Nahrungsquelle vorhanden, die Wespenkontrolle nahezu unmöglich macht. Beispiele sind große Linden oder Efeu. Beide Pflanzen haben eine solche Anziehungskraft für Wespen, dass Wespenfallen dem nicht entgegenwirken können. Oft ist die einzige Option die Entfernung dieser Pflanzen, die durch weniger “süße” Natur ersetzt werden sollten.



Wespennest

Es sollte beachtet werden dass eine in der Nähe des Wespennestes aufgestellte Waspbane-Wespenfalle wahrscheinlich keine einzige Wespe fängt. Der Grund liegt im Verhalten der Wespe. Wespen ernähren sich nicht in Nestnähe, um zu verhindern, dass Feinde angezogen werden. Daher werden die Wespen einen in Nestnähe aufgestellten Waspbane-Wespenfänger ignorieren.